Videospiele mit Waffen: Was Sie als Eltern wissen müssen
Gerade nach Weihnachten hören wir immer wieder von Kindern, dass sie oder Geschwister „Ego-Shooter“ bekommen haben und sie die mit Begeisterung spielen. „Ego-Shooter“ sind Spiele, in denen man aus der Sicht einer Figur mit Waffen auf andere schießt. Bekannte Beispiele sind Call of Duty oder Fortnite.
Diese Spiele können Spaß machen, aber sie haben auch Gefahren, über die man sprechen muss.
Warum können diese Spiele gefährlich sein?
Gewalt wird normal: Wer jeden Tag im Spiel schießt, findet Gewalt irgendwann nicht mehr so schlimm. Das kann dazu führen, dass Kinder auch im echten Leben schneller aggressiv werden. Wir beobachten das jeden Tag in der Schule und auf dem Schulhof.
Stress für den Kopf: Die Spiele sind sehr schnell und laut. Das Gehirn von Kindern ist damit oft überfordert. Die Folge: Die Kinder werden nervös, können sich schlecht konzentrieren oder schlafen schlecht.
Die Sucht-Falle: Diese Spiele sind so gemacht, dass man immer weiter spielen will. Kinder vergessen dann oft das Essen, die Hausaufgaben oder treffen keine Freunde mehr.
Gefährliche Kontakte: Im Internet spielen die Kinder oft mit Fremden. Dort wird manchmal beleidigt oder gemobbt.
Was können Sie tun?
Auf das Alter achten: Schauen Sie auf die Verpackung oder in den App-Store. Steht dort „Ab 16“ oder „Ab 18“? Dann ist das Spiel absolut nichts für jüngere Kinder! Diese Grenzen sind zum Schutz der Kinder da.
Sprechen Sie mit Ihrem Kind: Lassen Sie sich zeigen, was Ihr Kind da spielt. Fragen Sie: „Was gefällt dir daran?“ Wenn Sie wissen, was Ihr Kind macht, können Sie besser aufpassen.
Feste Zeiten abmachen: Erlauben Sie das Spielen nur für eine bestimmte Zeit (zum Beispiel eine Stunde am Tag). Wenn die Zeit um ist, wird die Konsole oder der Computer ausgemacht.
Hobbys ohne Bildschirm: Motivieren Sie Ihr Kind, zum Sport zu gehen oder draußen zu spielen. Das echte Leben ist wichtiger als das Spiel.
Wichtig: Sie sind die Eltern. Sie entscheiden, was Ihr Kind spielen darf und wie lange. Ihr Kind braucht hier klare Regeln von Ihnen.
