Schneewittchen und die 26 Zwerge?

Es war dann doch Herr Meyer mit seiner 4a, die den Rand des Tagebaus besuchten.

Woher kommt unser Strom? Die Klassen 4a am Rande des Riesenlochs

Strom kommt nicht einfach nur aus der Steckdose – das wissen unsere Schülerinnen und Schüler seit dieser Woche ganz genau.
Passend zum aktuellen Thema „Energie und Strom“ im Sachunterricht machten sich 26 Kinder gemeinsam mit Herrn Meyer und Herrn Dellinger auf den Weg nach Hochneukirch zum Tagebau Garzweiler. Ziel des Ausfluges war es, die gewaltigen Dimensionen der Energiegewinnung einmal mit eigenen Augen zu sehen.

Gigantische Maschinen und bewegte Erde
Schon beim ersten Blick in die Grube wurde allen klar: Hier wird Natur im großen Stil verändert. Um an die Braunkohle zu gelangen, müssen Unmengen an Erde bewegt werden. Die Kinder lernten, dass die Stromerzeugung einen massiven Einfluss auf unsere Umwelt hat:

  • Ganze Dörfer wurden für den Tagebau abgerissen.

  • Menschen mussten ihre Heimat verlassen und umgesiedelt werden.

  • Riesige Bagger fressen sich Tag und Nacht durch das Gelände.

Aber das ist der Preis, für unseren ewigen Hunger nach Energie. Unsere Handys sollen aufgeladen und ein Film im Fernsehen geschaut oder Essen gekocht werden.

Ein Picknick in einer Schaufel?
Besonders beeindruckend war der Halt am Aussichtspunkt. Dort steht eine der ausrangierten Schaufeln eines Baggers. Um die Größe greifbar zu machen, gab es einen spannenden Vergleich: Mit diesen Schaufeln beweggt ein Bagger soviel Abraum, man könnte das gesamte Borussia-Stadion 30 Meter hoch mit Erde befüllen! In dieser imposanten Kulisse nutzten wir die Zeit für ein gemeinsames Picknick, bevor es wieder Richtung Rückweg ging.

Staubschutz und Heimweg
Der Rückweg zum Bus führte uns durch die großen Wassernieselanlagen. Diese sind dort ständig im Einsatz, um den feinen Staub des Tagebaus zu binden, damit er sich nicht in der ganzen Umgebung verteilt. Ein bisschen nass, aber voller neuer Eindrücke und mit viel Gesprächsstoff im Gepäck, ging es schließlich zurück zur Schule.



Fazit:
Ein eindrucksvoller Tag, der uns gezeigt hat, wie viel Aufwand und Veränderung hinter dem Lichtschalter in unserem Klassenzimmer stecken.